Kosten
ChatGPT für Unternehmen: Kosten von Business, Enterprise und API im Überblick (Stand Oktober 2026)

ChatGPT für Unternehmen kostet laut OpenAI (Stand Oktober 2026) im Business-Plan 25 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei monatlicher Zahlung oder 20 US-Dollar bei jährlicher Zahlung, mindestens zwei Plätze, jeweils ohne Umsatzsteuer. ChatGPT Enterprise gibt es nur auf Anfrage, die API wird nach Verbrauch abgerechnet. Zu den Lizenzen kommen Kosten für Einrichtung, Anbindung an Ihre Systeme und Schulung, die Sie von Anfang an mit einplanen sollten.
Was kostet ChatGPT für Unternehmen? Die Preise im Überblick
ChatGPT für Unternehmen gibt es in zwei Plänen, Business und Enterprise. Daneben bietet OpenAI Pläne für Einzelpersonen an, die in kleinen Firmen oft zuerst genutzt werden. Die Tabelle zeigt die Preise laut OpenAI, Stand Oktober 2026.
| Plan | Preis laut OpenAI | Gedacht für | Daten fürs Modelltraining |
|---|---|---|---|
| Free | 0 US-Dollar | Einzelpersonen | möglich, Widerspruch in den Einstellungen |
| Go | laut Preisseite, je nach Land | Einzelpersonen | möglich, Widerspruch in den Einstellungen |
| Plus | 20 US-Dollar pro Monat | Einzelpersonen | möglich, Widerspruch in den Einstellungen |
| Pro | 100, 200 oder 500 US-Dollar pro Monat | Einzelpersonen mit sehr hoher Nutzung | möglich, Widerspruch in den Einstellungen |
| Business, Standard-Platz | 25 US-Dollar pro Nutzer und Monat, bei Jahreszahlung 20 US-Dollar | Teams ab 2 Personen | standardmäßig nein |
| Business, Premium-Platz | 125 US-Dollar pro Nutzer und Monat, bei Jahreszahlung 100 US-Dollar | Vielnutzer im Team | standardmäßig nein |
| Enterprise | nur auf Anfrage beim Vertrieb | größere Organisationen | standardmäßig nein |
Drei Hinweise zum Lesen der Tabelle. Erstens rechnet OpenAI in US-Dollar. Laut Hilfeseite gelten die Business-Preise für die meisten Länder, sie können je nach Land und Währung abweichen. Zweitens sind die Preise netto. Wer im Checkout als Unternehmen eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angibt, wird laut OpenAI von der Umsatzsteuer befreit. Drittens ändern sich Pläne und Preise häufig. Prüfen Sie vor dem Kauf die aktuelle Preisseite.
Business, Enterprise oder Plus: welcher Plan passt?
Für ein Unternehmen ist in den meisten Fällen Business der richtige Einstieg. OpenAI schreibt selbst, dass Free, Go und Plus für Einzelpersonen gedacht sind und Business und Enterprise für Unternehmen.
ChatGPT Business
Business, früher ChatGPT Team, ist der Self-Service-Plan für Firmen. Sie buchen ihn mit Kreditkarte und brauchen mindestens zwei Plätze. Ein Standard-Platz enthält ChatGPT, ChatGPT Work und Codex sowie Funktionen wie Projekte, eigene GPTs, Apps, Firmenwissen, den ChatGPT-Agenten und Deep Research. Premium-Plätze haben laut OpenAI fünfmal so viel Nutzung wie Standard-Plätze und kein Fünf-Stunden-Limit. Beide Arten lassen sich im selben Workspace mischen.
Wenn Mitarbeitende ihr Kontingent aufbrauchen, kann der Workspace zusätzliche Credits kaufen. Diese Credits teilen sich alle Nutzer, und sie sind zwölf Monate gültig. Wichtig für die Datenschutzfrage: OpenAI trainiert laut eigener Aussage nicht mit den Daten eines Business-Workspace.
ChatGPT Enterprise
Enterprise gibt es nur über den Vertrieb von OpenAI. Einen Listenpreis veröffentlicht OpenAI nicht. Enterprise bietet zusätzlich unter anderem zentrale Anmeldung über Ihr Firmenkonto (Single Sign-on, SSO), automatische Benutzerverwaltung (SCIM), Domain-Verifizierung, Nutzungsanalysen und längere Kontextfenster. Auf Wunsch ist auch die Zahlung per Rechnung möglich.
Für deutsche Unternehmen ist ein Punkt oft entscheidend: Die Speicherung von Daten in Europa (Data Residency) gibt es laut OpenAI für neue Enterprise- und Edu-Workspaces und für berechtigte API-Kunden, nicht für Business. Wer Gesprächsinhalte und Dateien nachweislich in Europa speichern muss, landet deshalb bei Enterprise.
Plus, Go und Pro im Unternehmen
Viele kleine Firmen fangen damit an, dass einzelne Mitarbeitende Plus auf eigene Rechnung oder per Firmenkarte buchen. Das ist günstig, hat aber Nachteile. Es gibt keine zentrale Verwaltung, und laut OpenAI können Gespräche aus diesen Plänen zum Verbessern der Modelle genutzt werden, solange der Nutzer nicht widerspricht. Für Firmendaten ist das keine gute Grundlage.
Rechenbeispiel: Was kostet ChatGPT Business im Jahr?
Mit den Listenpreisen lässt sich der Lizenzanteil leicht ausrechnen. Ein Beispiel mit 20 Nutzern, alle mit Standard-Platz:
| Variante | Rechnung | Kosten pro Jahr (netto) |
|---|---|---|
| monatliche Zahlung | 20 × 25 US-Dollar × 12 | 6.000 US-Dollar |
| jährliche Zahlung | 20 × 20 US-Dollar × 12 | 4.800 US-Dollar |
| jährlich, 16 Standard und 4 Premium | (16 × 20 + 4 × 100) × 12 | 8.640 US-Dollar |
Die jährliche Zahlung spart 20 Prozent, bindet Sie aber für zwölf Monate. Für den Start mit einer Pilotgruppe ist die monatliche Variante oft die bessere Wahl. Lohnend werden die Lizenzen erst, wenn die Mitarbeitenden ChatGPT regelmäßig und sinnvoll nutzen. Dafür braucht es Regeln und Schulung, und diese Kosten stehen in keiner Preistabelle.
Was kostet die ChatGPT-API?
Die API (Programmierschnittstelle) brauchen Sie, wenn KI nicht im Chatfenster arbeiten soll, sondern in Ihren eigenen Abläufen, etwa beim automatischen Auslesen von Bestellungen. Abgerechnet wird nach Token, das sind kleine Textbausteine, aus denen Ein- und Ausgabe bestehen. Die API ist in keinem ChatGPT-Plan enthalten und wird getrennt bezahlt.
Die aktuellen Modelle kosten laut OpenAI im Standard-Tarif pro einer Million Token:
| Modell | Eingabe | Eingabe aus dem Cache | Ausgabe |
|---|---|---|---|
| gpt-6-astra | 10,00 US-Dollar | 1,00 US-Dollar | 50,00 US-Dollar |
| gpt-6.1-sol | 2,00 US-Dollar | 0,10 US-Dollar | 10,00 US-Dollar |
| gpt-6-luna | 0,10 US-Dollar | 0,01 US-Dollar | 0,50 US-Dollar |
Wer nicht auf die Antwort warten muss, zahlt im Batch-Tarif die Hälfte. Für die Verarbeitung in einer bestimmten Region (zum Beispiel Europa) verlangt OpenAI bei Modellen, die ab dem 5. März 2026 erschienen sind, 10 Prozent Aufschlag.
Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Ein Großhändler lässt 1.000 Bestell-E-Mails im Monat auslesen, jede mit 2.000 Token Eingabe und 500 Token Ausgabe. Mit gpt-6.1-sol sind das 2 Millionen Token Eingabe für 4 US-Dollar und 0,5 Millionen Token Ausgabe für 5 US-Dollar, zusammen etwa 9 US-Dollar im Monat. Die Modellkosten sind bei solchen Abläufen also gering. Den größeren Aufwand macht meist die Anbindung an ERP, Postfach und Stammdaten.
Alternativen zu ChatGPT und ihre Preise
ChatGPT ist nicht der einzige KI-Assistent für Firmen. Die Tabelle zeigt die Firmenpläne der bekanntesten Alternativen laut Anbieter, Stand Oktober 2026.
| Produkt | Preis laut Anbieter | Hinweise |
|---|---|---|
| Microsoft 365 Copilot Business | 18,20 € pro Nutzer und Monat, jährliche Abrechnung, zzgl. MwSt. | Add-on für bestehende Microsoft-365-Business-Tarife. Aktion bis 31.12.2026: 15,60 € im ersten Jahr |
| Microsoft 365 Copilot (Enterprise) | 26,00 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, 27,30 € bei monatlicher Zahlung im Jahresabo, zzgl. MwSt. | für größere Microsoft-365-Umgebungen |
| Claude Team | Standard 20 US-Dollar pro Platz und Monat bei Jahreszahlung, 25 US-Dollar monatlich; Premium 100 bzw. 125 US-Dollar | für Teams von 2 bis 150 Personen, ohne Steuern |
| Claude Enterprise | 20 US-Dollar pro Platz und Monat bei Jahreszahlung plus Nutzung zu API-Preisen | mindestens 20 Plätze |
| Mistral Team | 24,99 US-Dollar pro Nutzer und Monat, ohne Steuern | europäischer Anbieter |
Welche Lösung passt, hängt weniger vom Preis ab als von Ihrer Umgebung. Wer ohnehin mit Microsoft 365 arbeitet, bekommt mit Copilot den Zugriff auf Outlook, Teams und SharePoint aus einer Hand. Ein Vergleich weiterer Werkzeuge steht in unserem Ratgeber zu KI-Tools für Unternehmen. Wie Sie in Copilot eigene Assistenten bauen, beschreiben wir unter Copilot-Agent erstellen.
Datenschutz: worauf Sie bei ChatGPT im Unternehmen achten sollten
Für Business, Enterprise und die API gilt laut OpenAI: Ihre Daten werden standardmäßig nicht zum Trainieren der Modelle verwendet. Außerdem schließt OpenAI für diese drei Angebote einen Auftragsverarbeitungsvertrag (Data Processing Addendum, DPA) ab. Nach Artikel 28 DSGVO braucht ein Unternehmen einen solchen Vertrag, wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten in seinem Auftrag verarbeitet.
Mit dem Vertrag allein ist es nicht getan. Klären Sie intern, welche Daten in ChatGPT eingegeben werden dürfen, wer welche Verbindungen zu anderen Systemen freigeben darf und ob Sie eine Speicherung in Europa brauchen. Außerdem verlangt Artikel 4 der EU-KI-Verordnung in der 2026 geänderten Fassung von Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden. Eine Zertifikatspflicht gibt es laut Bundesnetzagentur nicht, eine gute Dokumentation der Schulungen wird empfohlen. Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.
Die versteckten Kosten: Einrichtung, Anbindung, Schulung
Die Lizenz ist meist der am besten planbare Posten. Diese Kosten kommen in der Praxis dazu:
- Einrichtung: Workspace anlegen, Rechte und Apps freigeben, bei Enterprise die Anmeldung über Ihr Firmenkonto einrichten. Das ist interne Arbeitszeit von IT und Datenschutz.
- Regeln: eine kurze KI-Richtlinie, die festlegt, welche Daten erlaubt sind und wer was freigibt.
- Schulung: Ohne Schulung besteht die Gefahr, dass ChatGPT nur wie eine Suchmaschine genutzt wird. Eine KI-Schulung oder ein KI-Workshop mit Beispielen aus dem eigenen Alltag zeigt, wofür sich ChatGPT im Betrieb wirklich eignet.
- Zusätzliche Nutzung: Credits über das enthaltene Kontingent hinaus, bei Enterprise ein gemeinsamer Credit-Pool.
- Anbindung: Sobald KI Bestellungen, Rechnungen oder Anfragen selbstständig bearbeiten soll, reicht der Chat nicht mehr. Dann kommen API-Kosten und die Umsetzung der Schnittstellen zu ERP, CRM oder DMS hinzu.
- Betrieb: Prompts, Regeln und Anbindungen müssen gepflegt werden, wenn sich Modelle, Formulare oder Abläufe ändern.
Diesen zweiten Teil übernehmen wir. Bei einem Hersteller werden zum Beispiel Bestellungen aus E-Mail und PDF automatisch ausgelesen, den Artikeln zugeordnet und ans ERP übergeben, ein Mensch prüft nur bei Abweichungen. Den ersten Prozess setzen wir zum Festpreis um und bringen ihn in 30 Tagen live. Die Preise stehen auf unserer Seite Preise, mehr zum Vorgehen unter KI-Automatisierung. Alle Angebote im Überblick finden Sie auf der Seite Leistungen.
Nächster Schritt
Lizenz oder Automatisierung?
Im kostenlosen KI-Check klären wir, ob Ihnen ChatGPT-Lizenzen reichen oder ob sich eine Automatisierung lohnt, die direkt mit Ihrem ERP oder CRM arbeitet. Unsere Festpreise für den ersten Prozess stehen auf der Preisseite.